Alte Texte -Feuer und Flamme oder aber Romeo und Juia mal anders#Teil 4#- *10.08.2012*

In der nächsten Zeit verging kein Tag ohne Nachrichten zwischen den beiden. Julia dachte viel darüber nach, warum sie so fluchtartig das Auto verlassen hatte. Nicht zuletzt weil er sie damit auf zog. Er war wohl etwas amüsiert darüber. Sie wollte ihn so gerne wieder sehen, das Verlangen war stärker als vor ihren ersten Treffen. Aber sie hatte eine riesen Angst vor all dem was dann passieren könnte. Sie schrieben darüber und er versuchte ihr die Angst zu nehmen. Er versprach sogar, dass er nicht zulassen würde, dass etwas passiert, was sie nicht wollen würde. Aber wenn Julia ganz ehrlich zu sich war, dann wollte sie eigentlich genau das. Und das einzige was sie davon abhalten würde, wäre die Distanz. Sie spürte, dass sie nicht mehr lange in der Lage war diese Distanz zu halten. Und mit jedem Tag, jeder Nachricht von ihm, jedem Gedanken an ihn, wurde das Verlangen größer und es kam der Tag, an dem sie sich treffen wollten. In all den letzten Wochen, all den Nachrichten, war er ihr so nah gekommen. "Verrückt.", dachte Julia, als sie auf ihn zuging. "Wie vertraut sein Anblick erscheint und mir dennoch den Atem raubt!"
Seine Blicke waren unergründlich, aber auch er machte einen etwas nervösen Eindruck. Julia zersprang innerlich vor Nervosität. Ihr war übel und gleichzeitig tanzten die Schmetterlinge in ihrem Bauch eine Polka. Aber es dauerte nur Minuten, bis all das Nervöse verflogen war. Übrig blieben die tanzenden Schmetterlinge, ein wohliges, vertrautes Gefühl und seine Augen, sein Lächeln. Besser kann man sich kaum in Gegenwart eines anderen Menschen fühlen. Wenn sie bei ihm war, fühlte sie sich plötzlich komplett. Es war wie ein fehlendes Puzzlestück. Es war ihr nie bewusst, dass es überhaupt fehlte, aber jetzt da es da war, merkte sie erst wie ausgefüllt sie mit diesem Stück war. An dieser Stelle muss man vielleicht kurz erwähnen, dass Julia eine hoffnungslose Romatikerin ist. Sie könnte ohne Probleme in einem Disneyfilm die weibliche Hauptrolle übernehmen, mit all dem Gesinge, dem Reden mit Tieren und der unerschütterliche gute Wille. Sie glaubte ganz fest an die Liebe und immer an das Gute in den Menschen. Aber sie war kein leichtgläubiger Mensch. Nicht viele Menschen schafften es, sie so zu berühren. Denn auch Julia ist schon verletzt worden und normalerweise braucht sie sehr lange um Vertrauen zu fassen. Aber diesmal, bei Romeo, war alles anders. Er war anders. Das Treffen war aufregend, anregend und erregent. Die Chemie stimmte und zwischen den beiden funkte es immer mehr. Sie gingen in einem schönen Park spazieren und unterhielten sich. Dabei ging ihnen nie der Gesprächsstoff aus, das Interesse war einfach zu groß. Julia saugte jede Information auf, versuchte jede Regung seines Gesichtes, jedes Körperbewegung genau fest zu halten. Sie war fasziniert von diesem Mann. Von all dem was er zu bieten hatte. Seine Ausstrahlung war einzigartig. Hätte Julia da schon geahnt, in welche Welten er sie noch mitnehmen würde, sie hätte es nicht geglaubt. Diese Anziehungskraft die von ihm ausging sollte noch vertieft werden.
Mal wieder verflog die Zeit und sie mussten sich verabschieden. Als sie an seinem Auto ankamen, bat er sie noch kurz einzusteigen. Er wollte sie noch nicht gehen lassen. Und ehe sie sich versahen, war schon wieder eine menge Zeit verflogen. Der Moment des Abschieds lag mal wieder schwer in der Luft. Die Spannung war wieder greifbar. Romeo lächelte und fragte, ob sie nun wieder davon laufen würde. Er brachte sie in Verlegenheit und sie errötete. Aber egal wie sehr Julia sich auch wehren wollte, es war unmöglich. Ihr ganzer Körper sehnte sich nach ihm und sie wusste, dass sie nicht mehr stark sein konnte. Sie wollte schwach sein. Aber es war wieder einmal anders als bei anderen vor ihm. Sie wollte sich fallen lassen, fühlte sich sicher und geborgen und konnte nur noch an seine Lippen denken. Sie kamen sich näher und dann geschah es. Was für ein Kuss! Julia taumelte förmlich nach Hause. Seine Lippen pochten auf ihren wie ein Echo immer wieder. Sie spürte noch immer seine Hand in ihrem Haar. Seine Zähne die zärtlich, aber bestimmt in ihre Lippen bissen. Seinem Atem der schneller wurde und ihr Herz, was gar nicht mehr aufhören wollte zu hüpfen und springen. An diesem Abend gab es kein schlechtes Gewissen, kein Zögern und keine Scham. Julia war glücklich, sehr glücklich.

3.2.16 22:44

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Dorehn (3.2.16 22:18)
...wunderschön! ;-))

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