Alte Texte -Feuer und Flamme oder aber Romeo und Juia mal anders#Teil 3#- *07.08.2012*

Julia saß in der Küche und trank einen Tee und dachte über die letzte Nacht nach. Und darüber wie alles angefangen hatte. Das Treffen auf der Party, die Telefonate und die SMS. Aber richtig gekribbelt hat es das erste mal in einem Buchladen. Sie muss schmunzeln als sie an die Begegnung zurück denkt. Alleine die Tatsache, dass sie in einem Buchladen war. Sie hatte den ganzen Tag schon mit Romeo geschrieben. Und sie wollten sich endlich treffen. Aber warum eigentlich treffen? Beide wussten, dass es Folgen haben würde. Sie waren keine 15 mehr und naiv waren sie auch nicht. Es war wie eine Sucht. Da schon, bevor sie auch nur annährend wusste wie weich seine Lippen sich anfühlten. In jedem guten Buchladen gab es ein Cafe. Und da weder ihr Verlobter noch seine Frau große Bücherfans waren, schien der Ort am ungefährlichsten zu sein. Natürlich hätten sie sich auch irgendwo alleine treffen können. Auf einem Parkplatz, zu einem Waldspaziergang, am See...es gab unzählige Orte die sie später in Betracht zogen. Aber für dieses erste Treffen schien vorallem Julia eine neutrale und öffentliche Kulisse am sichersten. Sie wollte weder ihren Verlobten noch ihre Freundin betrügen. Ausserdem war Romeo ja die ganzen Jahren nicht ihr Typ gewesen. Zumindest war er ihr nie aufgefallen. Wieso also ein heimliches Treffen an einem unbeobachteten Ort um evtl. eine Situation hervorzurufen die sie nachher bereuen würde. So erschien es ihr besser.
Sie war auch davon überzeugt, dass es sich nach diesem Treffen schnell zeigen würde, dass die beiden zu unterschiedlich waren und es eine dumme Idee war.
Tja, da wurde Julia allerdings schon in den ersten Minuten eines besseren belehrt. Romeo war nicht nur attraktiv sondern er war auch der perfekte Gesprächspartner. Dazu strahlte er so eine Begeisterung für sie aus und sein Charme fesselte sie binne weniger Sekunden. Die Zeit flog dahin. Es war ein unbeschreibliches Gefühl was Julia durchfuhr, als er sie zufällig berührte. So viel Verlangen hatte sie seit Jahren für keinen Mann empfunden. Es war so leicht mit ihm. So unbeschwert. Sie musste nicht nachdenken, sich nicht verstellen. Bei ihm konnte sie sie selbst sein. Und das tat so gut. Ehe sie sich versah, saßen sie bei ihm im Auto. Er wollte sie heim fahren. Hätte sie damals schon geahnt was in diesem Auto noch alles passieren würde, sie wäre knall rot angelaufen. Bei ihr angekommen, konnten sie immer noch nicht aufhören zu reden. Er erzählte von seinem Beruf und seiner Familie und Julia fand ihn immer faszinierender. Es folgte was folgen musste; der Moment der Verabschiedung. Der Moment in dem man entschied sich zu küssen, oder zu umarmen oder überhaupt irgendetwas zu tun. Es lag schwer in der Luft, fast schon drückend. Das Bedürfnis ihn zu küssen. Sein Verlangen sie zu küssen. Sie war nervös wie ein Schulmädchen beim ersten Kuss. Verlegen. Bekam feuchte Hände. Und das in die Augen gucken wurde quasi unmöglich. Soviel Spannung war kaum auszuhalten. Wieso fühlte sie sich so zu ihm hingezogen? Kurz bevor das Unvermeidliche passierte, stürzte sie sozusagen aus dem Auto. Sie hatte Mühe nicht zu laufen und dennoch war es so schwer weg zu gehen. Sie verstand sich selbst nicht mehr. War verwirrt. Aber das Gefühl in ihrem Bauch von tausenden kleinen Schmetterlingen und das Lächeln auf ihren Lippen begleiteten sie an diesem Abend bis in ihre Träume.

2.2.16 21:52

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